| Thüringer Allgemeine (Lokalsport Kyffhäuserkreis) vom 07.09.2007 von Armin Burghardt |
|
Spagat gelungen
12. Internationales Sparkassenmeeting der Leichtathletik: Göldner bleibt eine gute Adresse
Leichtathleten sind schon harte Kerle (und Weiber). Solange die Abendsonne den Göldner in warmes Licht tauchte, war ja am Mittwoch alles in Ordnung, dann aber wurde es richtig kalt. So gab es Stabhochsprung mit Pudelmütze - und ein Fan im tapfer ausharrenden Publikum verriet: "Nachher lass' ich mir erst einmal eine schöne heiße Wanne ein!" Dabei war's doch ein Sommermeeting.
Von Armin Burghardt
Sondershausen. Der Sommer ist in Thüringen wohl durch, aber wenigsten blieb es trocken. Und auch die Leichtathletikfreunde aus dem Kyffhäuserkreis liesen die Organisatoren ihres sportlichen "Leuchtturms" nicht im Regen stehen. Der organisatorische Spagat, mit kleinem Butget doch Spitzenklasse zu bieten, ist den Herren Mosebach, Krebs und Huke einmal mehr gelungen.
So schwierig wie in Diesem Jahr war es aber wohl noch nie - auch wegen der zeitgleiche Konkurrenz durch das Werfermeeting in Thum. Die WM-Medaillengewinner Robert Harting (Silber im Diskuswurf) und Steffi Nerius (Bronze mit dem Speer) gaben Sondershausen den Vorzug und wussten nicht erst nach den überzeugenden Siegen das Publikum hinter sich. Beide genossen den Zuspruch sichtlich. "Hoffentlich kommt was dabei rum", kommentierte Harting die angelaufene Tingeltour - und meinte dabei weniger das Geld als Popularitätszuwachs und Funktionärseinsicht.
Von den sonst immer umlagerten Kugelstoßern war diesmal nur der Gothaer Andy Dittmar da - nicht als aktiver, aber dafür, einarmig den Kinderwagen mit dem sechsmonatigen Jüngsten schiebend, mit der ganzen Familie. "Bei mir geht's schon wieder aufwärts", versprach der wie viele Zukunftskollegen zurzeit Verletzte. Er will das Comback als regionales Zugpferd. Die Thüringer Fahne versuchte so, neben den Glückauf-Bambinis und den Jungs im 1000-m-Einladungslauf (ganz stark der Donndorfer Max Heyser!), über die 1000 Meter Michael Müller hochzuhalten. Er wollte für Namensvetter Wolfram das Tempo machen, aber das klappte nicht so recht und er stieg früh aus. "Der Wolfram hat zur Zeit so ein Pfund drauf, ich bin Anschlag gelaufen, konnte wirklich nicht schneller", staunde der verhinderte Hase.
Zwei Stadionrekorde gab es trotz der Kühle und der durch die früheren Meetings hohen Messlatte dennoch - durch Daniel Schnelting über 200m und durch Rene Herms über 800 m. Aus der starker Rekordreihe tanzten jetzt nur noch Hoch- (1,65 m) und Stabhochsprung (2,20 m) der Frauen.
|
| Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 05.09.2007 |
|
Helden, Rekorde, Emotionen
Sondershausen (ab). Die Topfavoriten siegten unangefochten - und die Leichtathletikfreunde aus Thüringens Norden blieben ihrem Sondersaäuser Sparkassenmeeting auch bei desse zwölfter Auflage treu. Mit den Siegen der Weltmeisterschaftshelden von Osaka - Robert Harting im Diskuswerfen der Männer mit 63,82 Metern sowie Steffi Nerius im Speerwerfen der Damen mit 63,53 Metern - begannen die Wettbewerbe gestern Abend stark.
Trotz doch empfindlicher Kühle fielen sogar zwei Stadionrekorde: Der Ex-Pirnaer Rene Herms gewann die 800 Meter in 1:50,19 min und Daniel Schnelting vom LAZ Rhede lief 200 Meter in 21,52 s. Emotionalster Moment war aber der Karriere-Ausstand von Meetingbegründer Marc Blume.
|
| Thüringer Allgemeine (Lokalsport Kyffhäuserkreis) vom 05.09.2007 von Armin Burghardt |
|
Hotspot am Grill
12. Internationales Sparkassenmeeting: Frühherbstlicher Prolog auf dem Sondershäuser Markt
Jetlag, sechs Stunden Zeitunterschied und fast 30 Grad kälter. Das kann den stärksten Recken umhauen. Einige Starter des gestrigen Internationalen Sparkassenmeetings unterzogen sich genau dieser Tortur - und wurden dafür schon am Vorabend auf dem Sondershäuser Markt gefeiert.
von Armin Burghardt
Sondershausen. Die Frage nach ihrer Einschätzung des deutsche "Sommers" entlocke Stephanie Durst nur ein müdes Lächeln. Das schnelle US-Girl hat es lieber wärmer, aber ein schneller Lauf, das würde schon gehen. Sprach's und verschwand - in den hochgeschlossenen Trainignsanzug fest eingemummelt - schnell wieder.
Größeres Ausharr-Vermögen bewiesen die starken Männer. Sie hatten sich auch den Hotspot des Abends als Sammelpunkt ausgesucht und nutzten die Restwärme des vom Sondershäuser THW-Ortsverein stetig befeuerten Grills optimal aus. Die eine oder andere Bratwurst durfte es schon sein - auch für Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting, der nach Osaka zwei Tage lang mit Magenproblemen zu kämpfen hatte. Der Erfurter Sprint-Junioren-Europameister Julian Reus, Meeting-Dauergast Marc Blume und der Mittelstreckler Rene Herms waren ebenfalls keine Kostverächter.
Am Bierwagen lief zwar auch der Gerstensaft ganz ordentlich, mit ihrem Angebot von Glühwein lagen Tobias Schneegans und seine Truppe aber goldrichtig. Da wärmten die Worte und Gesten den Sportler das Herz und das heiße Getränk den Körper. Stimmungsvoll war es erneut auf dem Markt, jedoch nicht so sehr wie in den Vorjahren. Auch die Resonanz war schon größer. Aber da ist es beim Feiern wie beim Sport. Beides braucht auch den optimalen Rahmen - wie zum Beispiel eine laue Sommernacht. Immerhin blieb es Trocken und die Macher sahen ihre diesbezüglichen Sorgen zerstreut.
|
| Thüringer Allgemeine (Sport) vom 05.09.2007 von Dirk Pille |
|
Leichtathletik: Nerius und Harting noch in WM-Form / Reus freut sich auf Staffel in Zürich
Leichtathletik: Nerius und Harting noch in WM-Form / Reus freut sich auf Staffel in Zürich
Trotz schwieriger Windverhältnisse machten die Medaillengewinner von Osaka den 1500 Zuschauern beim 12. Sondershäuser Sparkassen-Meetinggestern viel Freude. Steffi nerius mit dem Speer und Robert Harting mit dem Diskus kamen beide über 63 Meter.
von Dirk Pille
Sondershausen. "Das war Rückenwind-Rekord", meinte Robert Harting schmunzelnd nach seinem Diskuswurf auf 63,82 m. Der Wind war der schärfste Gegner der Leichtathleten im Stadion "Am Göldner". Wo sonst die Eintracht in der Landesliga kickt, warfen und liefen gestern einige WM-Asse von Osaka. Trotz der vor allem für die Werfer komplizierten Bedingungne zeigten die Stars gute Leistungen. Harting, der in Japan sensationell Silber gewann, lobte ausdrücklich das Publikum. "Es war ein hartes Stück Arbeit bei so viel Rückenwind. Doch die Leute haben mich gut angefeuert. Ohne Wind wären sicher auch 65 m drin gewesen", so der 2,01-m-Riese. Umlagert von kleinen Autogrammjägern meinte Harting: "Die kennen zwar nicht alle meinen Namen, aber das soll sich nächstes Jahr ändern." Der junge Recke, dessen Vater und Opa aus Zeulenroda stammt, will mit WM-Silber im Rücken seinen Bekanntheitsgrad mit Erfolgen steigern. Für das World Final in Stuttgart am 22./23. September braucht Harting aber eine Wild Card und beim Istaf in seiner Heimat Berlin am 16. September ist er leider wie Weltmeisterin Franka Dietzsch nicht dabei. "Diskus gehört dort nicht zum Programm. Nicht mal als Show-Act", ärgert sich Harting.
Steffi Nerius hat mehr Glück. Die Speerwurf-Dritte von Osaka darf dort antreten. In Sondershausen legte sie trotz einer leichten Erkältung ordentliche 63,35 m hin.Das Lächeln wollte gar nicht mehr weichen. Verständlich, denn Nerius hatte in Osaka im sechsten Jahr in Folge eine Medaille beim Großereignis gewonnen. "Ich werfe gern am Göldner. Nach dem Jetlag drei Tage nach der WM bleibt der Körper in Bewegung" sagt sie. Nerius spielte beim Abwurf gegenüber dem Diskusring regelrecht mit dem blasenden Raßmus. "Sie hat den Speer optimal getroffen. Dann geht er auch bei Gegenwind weit", sagte ihr langjähriger Trainer, der aus Jena stammende Helge Zölkau.
Der einzige Thüringer im Feld merkte die Belastung der Saison schon ein wenig. Junioren-Europameister Julian Reus verabschiedete sich beim letzten Auftritt im Erfurter Trikot mit Wadenzwicken als Zweiter. Hinter dem Doppelsieger über 100 m und 200 m Daniel Schnelting aus Rhede (10,52 und 21,52 s) kam Reus auf 10,63 s. Natürlich bei Gegenwind. Der zu Wattenscheid wechselnde Reus beendet seine Saison Freitag in Zürich. Da startet der WM-Schlussläufer mit der Nationalstaffel. "Das ist ein toller Abschluss, bei solch einen Meeting, das man nur vom Fernsehen kennt, dabei zu sein", sagte der 19-Jährige aber ohne Ehrfurcht vor dem Letzigrund. Schon in diesem Monat werden die Zelte in Thüringen abgebrochen. Selbst der Urlaub fällt aus. "Meine Freundin in Erfurt muss in die Schule und meine Eltern arbeiten", erklärte Reus.
Seinen Abschied vom Leistungssport feierte Marc Blume. Der schnellste westdeutsche 100-m-Sprinter aller Zeiten machte sein vorletztes Rennen in Sondershausen, wo er bei allen 12 Meetings dabei war. "Schön das ich nicht Letzter geworden bin", sagte Blume bei 10 Grad im Schatten lächelnd nach seinen 10.80 s als Fünfter. Als Geschenk gab es vom Veranstalter SV Glückauf eine Magnum-Flasche Sekt und eine Schlagbohrmaschine. "Ich durfte mir was wünschen. Also sollten sie was Handwerkliches schenken, denn ich muss meine Wohnung renovieren."
|
| Thüringer Allgemeine (Lokalsport Kyffhäuserkreis) vom 04.09.07 |
|
WM-Stars hautnah erleben
12. Sparkassenmeeting: Weltklasse- Athleten auf dem Sondershäuser Göldner zu Gast
Gerade erst sind die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im japanischen Osaka zu Ende gegangen, schon trudeln die ersten Sportler in Sondershausen ein. Wenn am 5. September der Startschuss für das 12. Sparkassenmeeting fällt, dürfen sich die Göldner-Besucher auf Spitzenathleten freuen.
Sondershausen (is).
Mit Speerwerferin Steffi Nerius kommt die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von 2004 und die Drittplatzierte bei der gerade zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in Osaka nach Sondershausen. Sie ist das Aushängeschild des Meetings und somit auch auf den Plakaten und Flyern zu sehen, die überall in der Umgebung aufgeklebt beziehungsweise verteilt worden sind. Riesig gefreut hat man sich beim Veranstalter SV Glückauf Sondershausen auch über die Zusage von Robert Hartig. Das der Diskuswerfer in Japan dann auch gleich noch Silber holte, war eine prima Überraschung. Auf dem Göldner kann er seine Kräfte unter Beweis stellen.
Die Athletenmanager Joachim Krebs und Michael Huke haben aber auch noch andere Größen verpflichten können. Die Stabhochspringer Björn Otto, Richard Spiegelburg und Lars Börgeling sind alle für Höhen jenseits der 5,70 Meter bekannt. "Das wird der Kracher", freut sich Meetingdirektor Klaus-Dieter mosebach auf den morgigen Tag. Besonders geehrt fühlen sich die Organisatoren über die entscheidung des Sprinters Marc Blume, der seine Karriere auf dem Sondershäuser Göldner beenden will. Der mehrfache Deutsche Meister ist einer der Mitbegründer des Sparkassenmeetings, er fehlte bei keiner Veranstaltung.
Bereits heute Abend sind einige Athleten auf dem Sondershäuser Marktplatz anzutreffen und hautnah zu erleben. Um 19 Uhr geht es los. Der Kartenvorverkauf findet in allen Geschäftsstellen der Kyffhäuser Sparkasse, beim Kyffhäuser-Kreissportbund auf dem Göldner, im Mercedes Autohaus Peter in Sondershausen, Nordhausen, Heiligenstadt, Bad Sachsa und Osterode statt.
|
| Thüringer Allgemeine (Sondershäuser-Allgemeine) vom 29.08.2007 von Ireen SCHÄDEL |
|
Jubel über Silberjungen
12. Sparkassen-Meeting: Robert Harting holte in Osaka Silber und ist auch auf dem Göldner am Start
Hätte er nicht gerade im Auto hinterm Steuer gesessen, wäre Klaus-Dieter Mosebach vor Freude sicherlich in die Luft gegangen. Robert Harting hat mit dem Diskus bei den Weltmeisterschaften in Osaka die Silbermedaille geholt und ließ damit nicht nur den Meeting-Direktor jubeln.
SONDERSHAUSEN. „Gerade eben hat mir Joachim Krebs die erfreuliche Nachricht mitgeteilt“, freut sich Klaus-Dieter Mosebach. Mit dem 22-jährigen Berliner Harting haben die Organisatoren des Sparkassen-Meetings auf dem Göldner am 5. September einen großen Fisch an der Angel. „Silber ist super, das ist einfach prima“, sprudelte das Lob aus Mosebach heraus. Ganz anders beurteilt er da hingegen die Bedingungen im japanischen Osaka. „Als ich Samstagnacht vorm Fernseher saß und den Marathon verfolgt habe, konnte ich manchmal gar nicht hinsehen“, so Mosebach. Er habe mit den Startern, die mit der brütenden Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit ihre Qual hatten, richtig mitgelitten. „In einem europäischen Land wären bei solchen Temperaturen keine Läufe gestartet wurden“, meint Mosebach. Das habe nichts mehr mit einem sportlichen Wettkampf zu tun.
Auf dem Göldner wehe dagegen ein frischer Wind, der für die Sportler angenehm wäre. „Wenn es dann nächste Woche noch ein bisschen wärmer wird und wir keinen Regen bekommen, läuft alles am Schnürchen“, hofft der Meeting-Direktor auf Petrus Mithilfe. Bei den Stabhochspringern, bei denen sich sechs Spitzensportler - darunter Björn Otto, Richard Spiegelburg und Lars Börgeling - angemeldet haben, können sich die Zuschauer auf einen super Wettbewerb freuen. Alle sechs seien für Höhen über 5,60 Meter bekannt. Damit zeitlich alles geschafft werden kann, beginnt der erste Probesprung in dieser Disziplin bereits 17 Uhr. „In der Ecke auf dem Göldner herrscht Windstille, für die Sportler die beste Voraussetzung. Der Wettbewerb wird die Granate“, kann Mosebach den kommenden Mittwoch kaum noch erwarten.
Bis es so weit ist, können sich Interessierte derweil auf der Homepage des Sparkassen-Meetings, dessen Ausrichter der SV Glückauf Sondershausen ist, informieren. In Zusammenarbeit mit der Firma „Multimedia & Internet-Service“ wird die Rubrik Athletehgalerie jeden Tag aktualisiert. „Je nachdem, wie weit wir mit der Verpflichtung der Starter voransehreiten oder was sich im Verlauf ändert, werden die Besucher der Seite informiert“, erklärt Mosebach. Die Athleten, ihre Erfolge und persönlichen Daten werden mit Bildern vorgestellt. So sei man immer auf dem neuesten Stand, was das Meeting angehe. Wer sich die Eintrittskarten schon im Vorverkauf sichert, kann dabei sogar noch Geld sparen. Mit einem extra gekennzeichneten Abschnitt auf dem Flyer gibt es pro gekaufter Karte Rabatt. Außerdem wurde wieder eine Zuschauertreueprämie ausgelobt. Zu gewinnen gibt es in diesem Jahr, der bereits zwölften Auflage des Meetings, ein Wellnesswochenende für zwei Personen.
|
|