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Entwicklung des Meetings
Der ehemalige „Ernst-Thälmann-Sportplatz“, die Leichtathletikanlage der Stadt Sondershausen, sollte einem Einkaufsmarkt geopfert werden. Daraus resultiert der Protest der Leichtathleten. Der Bürgermeister versprach einen Neubau im Sportzentrum am Göldner. Nach einer Übergangsphase von zwei Jahren begann der Bau des Neuen Leichtathletikstadions am Göldner im Jahr 1995. Im Gespräch mit meinem ehemaligen Schützling Michael Huke, der Mitglied der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft ist, „spannen“ wir einen Gedanken- wenn wir in Sondershausen eine wettkampftaugliche Anlage hinbekommen versprach er mir, mit der deutschen Nationalmannschaft im Sprint das Stadion zu eröffnen. Am 2. Oktober 1996 war es dann soweit. Das Leichtathletikstadion „Am Göldner“ wurde offiziell im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des Vereins Glückauf eröffnet. Für die Überraschung aber sorgte die Anwesenheit der deutschen Sprintstaffel um Michael Huke, die gerade von den Olympischen Spielen aus Atlanta zurückgekehrt waren. Sie starteten in einem packenden Rennen, wie es eben kein besserer Auftakt auf dem Göldner sein konnte. Neben diesem Höhepunkt wurden auch Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Die Unkosten für diesen Tag betrugen ca. 150.000 DM. Im zweiten Jahr gab es schon eine leichte Steigerung. Die Startfelder wurden größer und es wurden die ersten Sponsoren gefunden. Im dritten Jahr kam der Durchbruch. Mit einem Etat von 50.000 DM wurden erstmals „Große Fische“ eingeladen. Der Hauptsponsor war damals die Brauerei „Warsteiner“. Das Interesse der anderen Sponsoren war gewachsen, war es doch mittlerweile eine professionelle Veranstaltung geworden, die deutschlandweit Anerkennung fand. Das Zuschauer- und Medieninteresse war für unsere kleine Stadt doch ganz respektabel. So kamen zum dritten Meeting schon 1500 Zuschauer aus ganz Thüringen und den angrenzenden Bundesländern. Viele Bundestrainer gaben sich die Klinke in die Hand und geizten auch nicht mit Lob für dieses kleine aber gemütliche Meeting. So nah am Athleten ist man sonst in keinem Stadion. Für den Veranstalter, dem SV Glückauf SDH wurde die Organisation zunehmend ein Problem. Doch mit Hilfe einiger Leichtathletikinteressierter ist es immer wieder gelungen, diese kleinen Probleme zu beheben. Die Athleten nahmen uns diese Panne nicht übel. Entweder bemerkten sie es gar nicht oder sie fassten ganz unkompliziert mit zu. Tim Lobinger zum Beispiel , immerhin Hallenweltmeister und Olympiateilnehmer, präparierte mit mir die Stabhochsprunganlage am Vorabend des Wettkampfes. Bundestrainer Jürgen Schuldt, immer noch Weltrekordler im Diskuswerfen, machte mit den Technikern den Ring flott und gab Ratschläge. |








